Die neuen WSA-Schiffe werden jeweils mit zwei Schottel-Ruderpropellern des Typs SRP 100 ausgerüstet (Quelle: Schiffswerft Bolle)

Schottel stattet fünf WSA-Neubauten mit Ruderpropellern aus

Der deutsche Antriebshersteller Schottel hat den Auftrag erhalten, fünf neue Verkehrssicherungsschiffe (VSS) des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) Rhein mit elektrisch angetriebenen Schottel-Ruderpropellern auszustatten. Hergestellt werden die jeweils rund 33 m langen und 7 m breiten VSS für rund 27 Mio. Euro auf der Schiffswerft Bolle in Derben, Sachsen-Anhalt.

Die Neubauten erhalten je zwei Schottel-Ruderpropeller des Typs SRP 100, die Unternehmensangaben zufolge hierfür erstmals für die Verwendung mit vertikal aufgesetzten elektrischen Arbeitsmotoren produziert werden. Die Energieversorgung der Motoren erfolgt mittels Lithium-Ionen-Batterien und Dieselgeneratoren, die in Kombination ein serielles Hybridsystem bilden. Mithilfe der Batterien sollen kurze Fahrten ohne Dieselgeneratoren ermöglicht und Lastspitzen im Einsatz schnell und effizient ausgeglichen werden. Die rundum steuerbaren Ruderpropeller zeichnen sich laut Schottel durch eine hohe Manövrierbarkeit mit optimaler Kursstabilität bei Freifahrt aus. Zudem können sie Schub in jede Richtung erzeugen. Die kompakte und robuste Bauweise des SRP 100 soll den Schiffen Fahrten in Niedrig- und Flachwasser ermöglichen und sie widerstandsfähig gegen eventuelle Kollisionen mit Treibgut machen.

Der Prototyp der im Bau befindlichen VSS-Serie ist die „Emmerich“, die seit Juli 2020 für das WSA Rhein im Einsatz ist. Die Neubauten, die jeweils über eine Krananlage sowie eine Landungsklappe verfügen,werden die derzeitigen Schiffe „Neuss“, „Rees“, „Köln“, „Homberg“ sowie „Bonn“ ersetzen und auf dem Rhein zwischen Duisburg und Bonn eingesetzt.Neben der Überprüfung und Wartung von Schifffahrtszeichen fallen unter anderem auch die Beseitigung von Störungen des Schiffsverkehrs, der Transport von Fahrzeugen und Arbeitsgeräten sowie die Bergung von Treibgut in ihr Aufgabengebiet.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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