(l.) Carl Göner (DGzRS-Inspektion), Hanna Weißrodt, Tochter des Bauleiters, beim Einlegen der Jubiläumsmedaille in die Kieltasche des Neubaus (Foto: DGzRS/Die Seenotretter)

Seenotrettungsboot auf Kiel gelegt

Auf der Rostocker Werft Tamsen Maritim GmbH ist das Mitte Januar von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Auftrag gegebene Seenotrettungsboot für eine Freiwilligen-Station auf Kiel gelegt worden.

Einer Tradition folgend, wurde eine Jubiläumsmedaille der DGzRS in die Kieltasche am Achterschott 3 des Neubaus eingelegt. Die Medaille mit dem Motiv des bekannten Sammelschiffchens soll den Schiffbauern, vor allem aber auch der Schiffsführung und Besatzung Sicherheit, Glück und Gesundheit verheißen.
Bei dem sieben Tonnen verdrängenden Neubau mit der internen Bezeichnung SRB 65 handelt es sich um einen modifizierten Nachbau der 9,5-/10,1-Meter-Klasse der DGzRS. Das 10,1 m lange und 3,61 m breite Rettungsboot weist einen Tiefgang von 0,96 m auf. Mit einer Antriebsleistung von 380 PS (ca. 280 kW), die auf einen Propeller wirkt, wird eine maximale Geschwindigkeit von 18 kn erreicht. Wie alle Einheiten der DGzRS wird der Neubau als Selbstaufrichter konstruiert und vollständig aus Aluminium im Netzspantensystem gebaut. Dank eines rundumlaufenden Fendersystems ist es möglich, auch bei höheren Fahrtstufen und unter erschwerten Bedingungen bei Havaristen längsseits zu gehen. Das Rettungsboot wird mit modernster Navigationstechnik, leistungsstarken Schlepp- und Lenzgeschirren sowie einer umfangreichen Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung ausgestattet.
Im Rahmen der ständigen Modernisierung der Rettungsflotte wird der Neubau ein älteres Seenotrettungsboot ersetzen – auf welcher Station, steht noch nicht fest. Die Taufe soll im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Seenotretter Anfang Juni 2015 erfolgen. Es ist der erste Neubau der Seenotretter auf einer Werft in Mecklenburg-Vorpommern nach der Wiedervereinigung.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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