Die vollelektrische Fähre kann bis zu 300 Passagiere befördern  (Foto: BSB)

Batteriebetriebene Bodensee-Fähre vom Stapel gelaufen

In Friedrichshafen ist das erste vollelektrische Schiff der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) zu Wasser gelassen worden. Die einzelnen Sektionen des 33 m langen und 9 m breiten Katamarans wurden von dem Stralsunder Unternehmen Ostseestaal gebaut und im Februar per LKW nach Friedrichshafen transportiert. Auf der BSB-eigenen Werft wurden die einzelnen Segmente anschließend zusammengefügt.

„Nach nur neun Monaten Bauzeit ist das E-Schiff jetzt so gut wie fertig“, sagt BSB-Geschäftsführer Frank Weber. „Für uns als BSB ist das ein großer Tag, denn heute sind wir unserer großen Zukunftsvision einer klimaneutralen Schifffahrt auf dem Bodensee einen wichtigen Schritt näher gekommen.“

Die Personenfähre kann bis zu 300 Passagiere befördern und soll im Überlinger See zwischen Uhldingen und der Insel Mainau in Fahrt gehen. Das Schiff verfügt nach Angaben von Ostseestaal über zwei jeweils 75 kW leistende Ruderpropeller, die für eine Dienstgeschwindigkeit von 15 km/h sorgen. Die Batterien mit einer Kapazität von 960 kWh können während der Betriebspause am Mittag sowie nachts im Hafen geladen werden und ermöglichen dem Katamaran einen komplett emissionsfreien Betrieb. Die Kosten für den Neubau werden von BSB mit 3,6 Mio. Euro angegeben, 300 000 Euro davon übernimmt der Bund.
Nach Abschluss der restlichen Arbeiten soll die Einheit am 17. Juli getauft werden.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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