Auf der Reparaturwerft Strela Shiprepair Yard in Stralsund werden auch Crew Transfer Vessels (CTVs) gewartet, die Personen zu den Offshore-Windparks vor Rügen befördern (Foto: HansePhotoStralsund/Fraede)

Strela Shiprepair Yard zieht positive Bilanz nach erstem Geschäftsjahr

Die Stralsunder Reparaturwerft Strela Shiprepair Yard hat nach ihrem ersten Geschäftsjahr eine positive Bilanz gezogen. Demnach hat sich die Mitarbeiterzahl innerhalb eines Jahres von anfangs 20 auf aktuell 45 mehr als verdoppelt. Das Auftragsvolumen wuchs von ursprünglich geplanten zwölf instand zu setzenden Schiffen auf insgesamt 40. „Die starke Nachfrage an Reparatur- und Wartungsleistungen in unserem ersten Jahr war herausfordernd, doch wir haben dies gut gemeistert“, sagt Jan Tebbe-Simmendinger, einer von drei Geschäftsführern von Strela Shiprepair.

Das im Maritimen Industrie- und Gewerbepark Volkswerft Stralsund angesiedelte Unternehmen verfügt über einen Kai mit mehreren Liegeplätzen sowie über einen Syncrolift mit weitem Verschiebegelände. Mit dem Lift können Schiffe mit einer Länge von bis zu 260 m gedockt werden. Den Unternehmensangaben zufolge war das größte im Jahr 2023 trockengelegte Schiff rund 140 m lang. „Dieses Werftsystem ermöglichte es uns zum Beispiel im August, an sieben Schiffen gleichzeitig zu arbeiten, auf der Helling und am Werftkai“, erklärt Jan Tebbe-Simmendinger. Rund 90 Prozent aller 2023 avisierten Schiffe wurden gedockt, darunter Küstenmotorschiffe sowie Spezial- und Passagierschiffe. Bei den Reparatur- und Wartungsaufträgen handele es sich vor allem um Arbeiten im Stahlbereich, Maschinenbau sowie an Propeller- und Wellenanlagen.

Im letzten Jahresquartal kamen auch erste Crew Transfer Vessels (CTVs) hinzu. Diese werden für den Personentransport zu den Offshore-Windparks vor der Küste Rügens eingesetzt. In dem speziellen Offshore-Bereich sieht Tebbe-Simmendinger einen wachsenden Bedarf. „Die Nähe Stralsunds zu den Offshore-Windparks in der Ostsee bedeutet für die Reeder kurze Wege, verbunden mit umfassendem Service.“ Aus diesem Grund gründete das Unternehmen im vorigen Jahr die Firmenabteilung Strela Workboats. Um auch auf Anforderungen außerhalb des Standorts Stralsund flexibel reagieren zu können, wurde die Abteilung Harbor & Voyage Repairs etabliert. Von dort aus können sich Arbeitsteams von bis zu zehn Technikern im Einsatzfall auf den Weg zu Schiffen in vorwiegend nordeuropäischen Häfen machen und erledigen Reparatur- und Wartungsarbeiten vor Ort.

Tebbe-Simmendinger erwartet im zweiten Jahr der Reparaturwerft ein ähnlich gutes Umsatzvolumen wie 2023. „Wir haben den Betrieb darauf angepasst und die Auftragseingänge seit Beginn des neuen Jahres bestätigen die Entwicklung.“ Für die Bewältigung der weiteren Aufgaben und künftiges wirtschaftliches Wachstum ist die Werft an weiteren Maschinenbauern sowie Projektmanagern mit Erfahrungen im Bereich Reparatur interessiert.

 

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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