Team Malizia setzt erneut auf Hybridtechnik von Molabo

Die neue Imoca-Yacht „Malizia 4“ nutzt die zweite Generation des Hybridantriebs- und Energiesystems von Molabo (Foto: Team Malizia)
Molabo, ein Hersteller von elektrischen Antriebssystemen, und das Segelsportteam Malizia haben ihre Zusammenarbeit fortgesetzt und die zweite Generation des Hybridantriebs- und Energiesystems von Molabo in der neu vorgestellten Imoca-Yacht „Malizia 4“ des Teams integriert. Die Installation baut auf den Erfahrungen mit dem ersten Hybrid-System auf, das bereits an Bord der „Malizia – Seaexplorer“ im Offshore-Renneinsatz genutzt wurde. Für moderne Imoca-Rennyachten spielt das Energiemanagement eine immer wichtigere Rolle, da über Wochen oder Monate hinweg zahlreiche Systeme wie Navigation, Kommunikation, Autopilot, Sensorik und Sicherheitstechnik zuverlässig mit Energie versorgt werden müssen, heißt es.
„Für die nächste Generation waren die beiden wichtigsten Ziele Gewichtsersparnis und maximale Effizienz“, erklärt Jesse Rowse, technischer Berater von Team Malizia. Der kompakte Molabo-Motor schaffe dabei deutlich mehr Freiheiten bei der Gestaltung des Gesamtsystems. Die Praxiserfahrungen mit der ersten Hybridinstallation ermöglichten es dem Team, die Integration auf der neuen Yacht von Beginn an gezielter zu planen. „Diesmal wussten wir bereits, dass das System funktioniert, und konnten das gesamte Layout von Anfang an optimal darauf auslegen“, so Rowse.
Nach Einschätzung von Team Malizia liefert das neue Hybrid-System gegenüber einem konventionellen Dieselantrieb mehr nutzbare Energie aus derselben Kraftstoffmenge. Dieser Vorteil gewinnt vor dem Hintergrund neuer Regularien in der IMOCA-Klasse an Bedeutung. So dürfen die Teilnehmer der kommenden Vendée Globe lediglich 60 l Kraftstoff mitführen. „Mit unserem System gewinnen wir aus diesen 60 l ungefähr doppelt so viel nutzbare Energie“, erklärt Rowse. Ohne ein hocheffizientes System müssten Teams an anderer Stelle Kompromisse eingehen, etwa bei der Kommunikation oder durch zusätzliche Hydrogeneratoren und Solarpaneele, die wiederum mehr Gewicht an Bord bedeuten.
Darüber hinaus sieht Rowse weitere Vorteile des Konzepts: Das Hybrid-System verbessere die Gewichtsverteilung, steigere die Effizienz und eröffne neue Möglichkeiten bei Ergonomie und Bootsarchitektur. Auch die Zuverlässigkeit habe sich bereits bewährt. „Mit dem Molabo-Motor hatten wir nie Probleme. Er hat jederzeit genau das getan, was er sollte“, so Rowse.
Für Molabo liefert die langjährige Partnerschaft wichtige Erkenntnisse. „Durch unsere kontinuierliche Zusammenarbeit mit Team Malizia konnten wir gemeinsam wertvolle Erfahrungen sammeln“, sagt Adrian Patzak, COO der Molabo GmbH. Die Erkenntnisse aus dem ersten System hätten es ermöglicht, Layout, Energieeffizienz und letztlich auch die Performance der neuen Yacht gezielt weiter zu verbessern.