Rendering eines VLCC mit an Deck installierten Flügelsegeln (Quelle: KSOE)

DNV GL genehmigt südkoreanisches Flügelsegel-Design

Ein von Korea Shipbuilding and Offshore Engineering (KSOE) und SK Shipping, Seoul, entwickeltes Flügelsegel-System als Windzusatzantrieb hat von der Klassifikationsgesellschaft DNV GL die grundsätzliche Zulassung (Approval in Principle, kurz AiP) erhalten.

Die 20 m breiten Flügelsegel mit einer Höhe von 50 m werden vertikal auf beiden Seiten des Schiffsdecks installiert. Die Flügel sind für viele Schiffstypen geeignet und werden je nach Windstärke und -richtung gedreht, um zusätzlichen Vortrieb zu erzeugen. Sie können auf die Höhe von 10 m abgesenkt werden, z.B. bei schlechtem Wetter oder bei geringem Wind. Mit dem Flügelsegel-System will KSOE den Kraftstoffverbrauch um mindestens sechs Prozent reduzieren und auf diese Weise auch die CO2-Emissionen senken.

DNV GL hat kürzlich einen Standard für die Zertifizierung von windunterstützten Antriebssystemen entwickelt und hat mit WAPS (Wind Assisted Propulsion System) eine neue Klassennotation eingeführt. Das AiP für KSOE könnte sich als ein wichtiger Meilenstein zur erstmaligen Vergabe dieser Notation erweisen.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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