Das AUV soll den Müll im Hamburger Testgebiet lokalisieren  (Foto: Hamburg Port Authority)

SeaClear-Tests im Hamburger Hafen gestartet

Für das EU-geförderte Verbundprojekt SeaClear haben im Hamburger Hafen Testreihen zur Lokalisierung und Sammlung von Unterwassermüll begonnen. Das SeaClear-System besteht aus einem autonomen Schiff (ASV), autonomen Unterwasserrobotern (AUV), einem Müllsammelkorb sowie einer Flugdrohne. Die Einzelkomponenten wurden von acht Partnern aus fünf europäischen Ländern entwickelt und konnten jetzt erstmals zusammengeführt und unter Realbedingungen erprobt werden. Im Rahmen der Testreihen sollen die Tauchroboter präparierte Müllpartikel am Gewässergrund erfassen und in einer zuvor erstellten Umgebungskarte markieren. Als Testgebiet fungiert das Areal des Hamburger Hansahafens.

Die Projektpartner von SeaClear sind die Hamburg Port Authority, die TU Delft (Niederlande), die TU Cluj-Napoca (Rumänien), das Unternehmen Subsea Tech (Frankreich), die TU München, das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML), die Universität Dubrovnik (Kroatien) und die kroatische Regionalentwicklungsagentur DUNEA.

Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority, betont: „Obgleich wir in Hamburg nicht die Herausforderung haben, große Mengen Plastikmüll aus der Elbe bergen zu müssen, bietet der Hafen doch ideale Bedingungen für die Tests des SeaClear-Systems. Das trübe Wasser der Elbe, die Tideströmungen und auch der Schiffsverkehr stellen besondere Herausforderungen für das System dar. Für uns sind diese Tests zudem wichtige Erfahrungen beim Einsatz von autonomen Systemen.“

Carlos Jahn, Leiter des Fraunhofer-CML, ergänzt: „Wir freuen uns, das System erstmalig im Hamburger Hafen zu testen. Die Ergebnisse der einwöchigen Testläufe werden unsere Entwicklungen im Bereich der Systemintegration im weiteren Projektverlauf vorantreiben.“

 

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
Artikel Redaktion Schiff&Hafen