Der Kasko wurde bei Vard Braila in Rumänien gefertigt, die Ausrüstung erfolgte in Norwegen (Foto: Yara International ASA)

Vard liefert „Yara Birkeland“ ab

Die norwegische Werft Vard Brattvåg hat die „Yara Birkeland“ an den Düngemittelhersteller Yara übergeben. Bei dem Neubau handelt es sich um das erste Containerschiff, das für die autonome Fahrt konzipiert wurde. Derzeit werden Tests zur Containerbeladung und zur Stabilität durchgeführt und Erprobungsfahrten im Testgebiet Horten unternommen, um weitere Vorbereitungen für den autonomen Betrieb zu treffen.

Die 80 m lange und 15 m breite „Yara Birkeland“ weist bei einer Tragfähigkeit von 3200 tdw einen Tiefgang von 6,3 m auf. Die Stellplatzkapazität für Container beträgt 120 TEU. Der elektrisch betriebene Neubau soll mit einer Dienstgeschwindigkeit von ca. 6 kn eingesetzt werden, die Maximalgeschwindigkeit beläuft sich auf 13 kn. Die Batteriekapazität wird mit 7 MWh angegeben.

Der Bau des Schiffes hatte sich durch die Corona-Pandemie leicht verzögert, der Einbau der Batterie-, Steuerungs- und Navigationssysteme lief laut Yara planmäßig. Das Unternehmen sucht eigenen Angaben zufolge derzeit noch nach Lösungen für Probleme mit der autonomen Logistik an Land. Für den wirtschaftlichen Betrieb werden noch verschiedene Eigentumsmodelle oder Partnerschaften evaluiert. Das Ziel von Yara ist es, das Pionierprojekt zeitnah abzuschließen und das das emissionsfreie Schiff in den kommerziellen Betrieb zu bringen.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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