Voith liefert für jedes der neuen Schiffe je einen VIT 1650 mit einer Eingangsleistung von 900 kW zu (Quelle: Voith)

WSV-Mehrzweckschiffe erhalten Voith Inline Thruster

Die drei Mehrzweckschiffe, die der Bund 2019 und 2020 bei der Abeking & Rasmussen Schiffs- und Yachtwerft (A&R) in Lemwerder in Auftrag gegeben hatte, werden mit Voith-Antriebstechnik ausgestattet. Jeder der Neubauten erhält einen Voith Inline Thruster (VIT) 1650 mit einer Eingangsleistung von 900 kW als Bugstrahlruder.

Die VIT erleichtern laut Voith die präzise dynamische Positionierung und zeichnen sich durch eine große Laufruhe und geringe Vibrationen an Bord aus. Zu den weiteren Vorteilen zählt die kompakte Bauweise des VIT mit integriertem Elektromotor, der konstruktionsbedingt weder Antriebswelle noch Getriebe benötigt. Das Konstruktionsprinzip des VIT führt auch zu einer direkteren Umsetzung der Antriebsleistung, was Herstellerangaben zufolge die Schubausbeute und damit die Effizienz erhöht. Dies trägt dazu bei, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.

Die rund 90 m langen Spezialschiffe sollen zur maritimen Notfallvorsorge in Nord- und Ostsee eingesetzt werden. Die Mehrzweckschiffe mit Hubschrauberlandedeck werden mit einer Spezialausrüstung für Havarie-Einsätze ausgerüstet sowie über Notschleppeinrichtungen mit einem Pfahlzug von 145 t verfügen. Mit den Neubauten will die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) die Schiffe „Scharhörn (Baujahr 1974), „Mellum“ (1984) und „Neuwerk“ (1998) ersetzen. Die Planung und Konzeption sowie die Ausschreibung und fortlaufende Baubegleitung erfolgt durch die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW), Referat Schiffstechnik.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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