Ausbau des Nord-Ostseekanals: Planfeststellungsverfahren gestartet

Aufgrund der Zunahme des Schiffsverkehrs und wegen der zunehmend größeren Schiffe, stellen die engen Kurven und geringen Querschnitts-breiten des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Großkönigsförde und der Weiche Schwartenbek einen Engpass dar. Geplant ist, das Kanalprofil in diesem Bereich von 44 m auf 70 m Sohlbreite zu erweitern und die Kurven-radien auf 3000 m zu vergrößern.


Verantwortlich für die Planung und Durchführung des über 100 Mio. Euro- Projekts ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau.
„Im Herbst 2005 wurde das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) mit der Planung und Durchführung des Ausbaus der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals beauftragt. Mit der Antragstellung haben wir den ersten großen Meilenstein des Projektes erreicht..“, so Sönke Meesenburg, Leiter der Planungsgruppe für den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals.
Da der Nord-Ostsee-Kanal eine Bundeswasserstraße ist, muss gemäß Bundeswasserstraßengesetz ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden.


Ab dem 8. Januar 2010 werden die detaillierten Planunterlagen öffentlich ausliegen. Betroffene Bürgerinnen und Bürger sowie Verbände und Behörden haben dann bis zum 8. Februar 2010 Gelegenheit, die Plan-unterlagen einzusehen und können sich bis zum 22. Februar bei der Planfeststellungsbehörde zur Baumaßnahme äußern, um ihre Interessen zu wahren.
Auslegungsorte sind die kommunalen Ämter des betroffenen Gebietes und das Wasser- und Schifffahrtsamt in Kiel-Holtenau.
Die Auslegung der Planunterlagen wird in den einzelnen Gemeinden öffentlich bekannt gemacht. Darüber hinaus sind die Planunterlagen in Kürze auch im Internet einzusehen (www.portalnok.de).

Der Ausbau der Oststrecke ist Teil eines Investitionsprogramms des Bundes zur Anpassung des Nord-Ostsee-Kanals an die Anforderungen der maritimen Wirtschaft. Zur Planung und Durchführung des Ausbaus der Oststrecke wurde beim WSA Kiel-Holtenau eine Planungsgruppe eingerichtet. „Hier werden auch der Neubau der alten Levensauer Hochbrücke und die Vertiefung des gesamten Kanals geplant. Für diese weiteren Vorhaben werden in den nächsten Jahren gesonderte Planfeststellungsverfahren durchgeführt“, so Sönke Meesenburg.
Voraussichtlich 2014 soll der Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals beendet sein.

Der formale Startschuss für eines der größten Bauprojekte am Nord-Ostsee-Kanal ist gefallen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau hat bei der Planfeststellungsbehörde in der Wasser- und Schifffahrts-Direktion Nord den Antrag zum Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals gestellt. Das Planfeststellungsverfahren ist damit eingeleitet.

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