Ausschreibung des Notschleppers für die Nordsee gefordert

Trotz Anwesenheit von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee bei der Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages konnte in der Frage der Ausschreibung des Notschleppers Nordsee in der vergangenen Woche noch kein Erfolg erzielt werden.

Die Vertreter der Verwaltung behaupten nach wie vor, dass die Modalitäten für die Ausschreibung noch nicht fertig gestellt seien, obwohl doch Klarheit über die Leistungsmerkmale besteht, die von der Industrie auch erfüllt werden können. „Somit könnte unverzüglich mit der Ausschreibung eines Notschleppers, wie von der Politik im Juni gefordert, begonnen werden", meint der Vorsitzer der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN), Rudolf-Eugen Kelch.

Seine Organisation hegt den Verdacht, dass trotz eines klaren Votums des Bundestages die Ausschreibung weiter verschleppt werden soll. Der Neubau eines solchen Fahrzeugs benötige nach Auftragsvergabe noch etwa 20 bis 24 Monate bis zur Fertigstellung. Aufgrund der Auslastung der in Frage kommenden Spezialwerften würde eine weitere Verzögerung zu unnötigen Kostensteigerungen führen, so die Schutzgemeinschaft.

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