Beginn des Planfeststellungsverfahrens für Peene-Vertiefung

Der Peenestrom bei Wolgast soll voraussichtlich im Jahr 2009 auf einer Länge von 22 Kilometern vertieft werden. Das dafür erforderliche Planfeststellungsverfahren habe mit der Auslegung der Unterlagen in den zuständigen Ämtern begonnen, sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund, Holger Brydda, gestern in Wolgast. Die rund 26,3 Millionen Euro teure Baumaßnahme soll ausschließlich vom Bund finanziert werden. Grund für die Vertiefung von 6,50 auf 7,50 Meter sei der Erhalt und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Peene-Werft und des Hafens in Wolgast.

Mit der Vertiefung der Zufahrt kann die zur Hegemann-Gruppe gehörende Peene-Werft in Zukunft größere Containerschiffe bis zu 2000 TEU Stellplatzkapazität bauen. Werfteigner Detlef Hegemann hatte vor drei Jahren eine Schließung des Unternehmens nicht ausgeschlossen, sollte der Peenestrom nicht vertieft werden. Nach Einschätzung des Stralsunder Wasser- und Schifffahrtsamtes könnte die Genehmigung Ende 2008 von der zuständigen Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel erteilt sein. Die Arbeiten, bei denen fast zwei Millionen Kubikmeter Sand, Mergel und Schlick entfernt werden, sollen dann 2009 erfolgen. Als Ausgleichsmaßnahme für den Eingriff in die Umwelt ist die Einrichtung eines sogenannten Ökokontos geplant; zudem soll der Polder Born-Werre renaturiert werden.

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