BLG Logistics Group steigert Umsatz und Gewinn

Das Hafen- und Logistikunternehmen BLG Logistics Group (Bremen) ist bei Umsatz und Gewinn weiter auf Erfolgskurs. Der Umsatz sei 2006 auf 759,8 Millionen Euro (2005: 701,7) gestiegen, sagte der BLG-Vorstandsvorsitzende, Detthold Aden, am Mittwoch bei Vorlage der Bilanz. Das Vorsteuerergebnis (EBT) lag mit 55 Millionen Euro zehn Prozent über dem Vorjahr. Die Zahlen im laufenden Geschäftsjahr lägen im Plan, sagte Aden. «Sie können davon ausgehen, dass wir Ihnen auch 2007 wieder eine Erfolgsbilanz vorlegen.» Der Konzern beschäftigt weltweit mehr als 12 000 Mitarbeiter, davon im Land Bremen 6200.

Die Gruppe konnte 2006 in allen Geschäftsbereichen zulegen. Mit einem Plus von 15,5 Prozent auf 1,85 Millionen Fahrzeuge war der Automobilumschlag nach den Worten Adens «Wachstumsstar». «Damit haben wir unsere ungeheure Marktposition weiter ausgebaut.» Neukunde am Bremerhavener Terminal ist in diesem Jahr die Marke Brilliance aus China. Größte Importeure über Bremerhaven sind DaimlerChrysler und BMW. Er sehe wegen der von Daimler ankündigten Trennung von Chrysler keine Umsatz-Probleme, sagte Aden. Der Containerumschlag der Eurogate - ein Gemeinschaftsunternehmen von BLG und Eurokai (Hamburg) - stieg 2006 an den europäischen Terminals zusammen auf 12,5 Millionen TEU (2005: 12,1). Wachstumsstärkster Terminal war Bremerhaven mit einem Plus von 19,1 Prozent auf 4,45 Millionen TEU. Vor allem im Geschäftsbereich Container will die BLG bis 2011 insgesamt 740 Millionen Euro investieren, je ein Drittel sollen in die Terminals Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven fließen.

Eurogate ist der künftige Betreiber des Tiefwasserhafens. Aden geht davon aus, dass der JadeWeserPort trotz der jetzt eingereichten Beschwerde des unterlegenen Bieters um den Bauauftrag Ende 2010 in Betrieb geht. «Wir denken, dass eine dadurch mögliche Verzögerung nicht gravierend sein wird.» Die Vergabekammer in Lüneburg will bis Mitte Juni über den Nachprüfungsantrag entscheiden. Anschließend kann allerdings die unterlegene Partei beim Oberlandesgericht Celle Klage einreichen. Mit Blick auf die Meerespolitik der Europäischen Union sagte Aden, diese müsse dazu beitragen, Wachstum und Beschäftigung zu fördern und zugleich die Umwelt zu schützen. «Etwa 300 000 Arbeitsplätze sind in Deutschland direkt oder indirekt hafenabhängig.» Die Seehäfen seien maritime Dienstleistungszentren, die maßgeblich zur Stärkung von Beschäftigung, Einkommen und Steuerkraft beitrügen.

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