Bremen sieht Küstenschutz als nationale Aufgabe
"Die Deiche müssen aus Sicherheitsgründen erhöht werden. Offen ist, wie das finanziert wird", erklärte der Bremer Staatsrat für Finanzen, Henning Lühr, mit Blick auf Pressemeldungen, wonach die Grundsteuer zur Finanzierung des Küstenschutzes für einen begrenzten Zeitraum erhöht werden soll.
Lühr verweist in diesem Zusammenhang auf die Verantwortung des Bundes: "Die Küstenländer können nicht allein die Folgen des Klimawandels schultern. Die norddeutschen Ministerpräsidenten sind sich einig, dass der Küsten- und Hochwasserschutz eine nationale Aufgabe ist." Wolfgang Golasowski, Staatsrat im Bremer Bauressort, bekräftigt: "Angesichts des dramatischen Klimawandels und der steigenden Hochwassergefahr spricht alles für eine stärkere Berücksichtigung des Deichbaus bei der Verteilung der Bundesmittel für Agrar und Küstenschutz."
Lühr betonte, es gebe kein fertiges Konzept. Er sei skeptisch gegenüber einer Erhöhung der Grundsteuer, die in Bremen im Bundesvergleich einen Spitzenplatz belege. Aber neben der notwendigen nationalen Unterstützung müsse Bremen auch einen Beitrag zum Küstenschutz leisten.