Die „Brussels Express” wurde 2020 auf den LNG-Betrieb umgerüstet – damals noch unter dem Namen „Sajir“ (Foto: Hapag-Lloyd)

„Brussels Express” erstmals in Hamburg

Mit der „Brussels Express” (ex „Sajir“) hat am Wochenende das weltweit erste LNG-Retrofit-Großcontainerschiff den Hamburger Hafen angelaufen. Das 15 000 TEU-Schiff war im Herbst vergangenen Jahres auf der Werft Huarun Dadong Dockyard Co., LTD in Shanghai umgerüstet worden.

„Weil es eine Umrüstung dieser Größenordnung noch nie gegeben hatte, gab es zahlreiche Herausforderungen für uns – von der Planung bis zur Umsetzung“, erzählt Richard von Berlepsch, Managing Director Fleet Management bei Hapag-Lloyd. „Mit dem Umbau haben wir Neuland beschritten und werden den Praxisbetrieb nun sehr genau testen. Fossiles LNG ist derzeit der am besten geeignete Brennstoff auf dem Weg zur Emissionsfreiheit. Mittelfristig ist das Ziel, die Schiffe mit synthetisch erzeugtem Methangas (SNG) klimaneutral zu betreiben“, so von Berlepsch weiter.

In Anlehnung an den European Green Deal hat Hapag-Lloyd das Schiff in „Brussels Express“ umbenannt. Auf den umweltfreundlichen Antrieb weist auch der Schriftzug „shipping for a cleaner future!“ am Wellenbrecher auf dem Vorschiff hin.

Noch wird das Schiff nicht vollständig mit LNG betrieben. Am Ende der aktuellen Rundreise sollen abschließende Garantiearbeiten durchgeführt werden. Die erste vollständige LNG-Bunkerung soll dann in Singapur erfolgen. Zukünftig soll das Schiff, das aktuell im Far East 4-Dienst zwischen Asien und Nordeuropa unterwegs ist, zweimal pro Rundreise bunkern: in Singapur und in Rotterdam.

Schifffahrt
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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