Commerzbank will GL auf jeden Fall verkaufen

Es bleibt spannend in der Bieterschlacht um den Germanischen Lloyd (GL). Heute um 11 Uhr treffen sich erneut die Aktionäre der Klassifikationsgesellschaft in der Hauptverwaltung am Vorsetzen, um vom Vorstand weitere Informationen zur aktuellen Lage des Unternehmens zu erhalten.

Dabei sein wird auch Werner Weinmann, Regionalvorstand Nord der Commerzbank. Sein Institut ist von GL-Aktionären mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt worden. „Es handelt sich dabei aber nicht um Stimmrechte. Wir vertreten nicht 70 bis 80 Prozent des Kapitals, sondern lediglich die Interessen der Anteilseigner“, sagte ein Commerzbank-Manager am Donnerstag dem THB. Zugleich missbilligte der GL-Betriebsrat gestern die Aktivitäten der Commerzbank. Weimann habe erklärt, der GL werde auf jeden Fall verkauft, sobald den Aktionären die entsprechenden Unterlagen des Vorstands vorlägen. Heute um 14 Uhr läuft auch die Angebotsfrist des Hamburger Milliardärs Günter Herz ab. Zugleich wird darauf gewartet, dass Bureau Veritas (BV) die angekündigte Verbesserung der bisherigen Offerte in Höhe von 500 Millionen Euro vorlegt. Am Montag hat BV dazu wieder die GL-Aktionäre eingeladen.

Auch der TÜV Süd bleibt im Rennen. „Wir sind nach wie vor an dem Erwerb der GL-Mehrheit interessiert“, sagte ein Sprecher des Prüfunternehmens in München.

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