Deutz verkauft Torqeedo an Yamaha

Der Kölner Motorenhersteller Deutz hat im Rahmen seiner „Dual+“-Strategie sein Tochterunternehmen Torqeedo an die japanische Firma Yamaha Motor Co., Ltd. verkauft. Der Verkaufserlös wird den Angaben zufolge im Deutz-Jahresabschluss 2024 voraussichtlich zu einem Buchgewinn in Höhe von einem kleineren zweistelligen Mio.-Euro-Betrag führen. Den Unternehmensangaben zufolge hat Torqeedo in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2023 einen Umsatz von rund 35 Mio. Euro erzielt. Der Vertragsabschluss hängt noch von behördlichen Genehmigungen ab und wird zum Ende des ersten Quartals 2024 erwartet.

Die zu Beginn dieses Jahres vorgestellte „Dual+“-Strategie beinhaltet den Ausbau des bestehenden Servicegeschäfts und eine Steigerung der Perfomance im Bestandsgeschäft, um auf dieser Basis das Technologieportfolio weiterzuentwickeln. Damit will sich Deutz bis 2030 unter den Top Drei der unabhängigen Motorenhersteller etablieren und bis spätestens 2050 klimaneutral werden.

„Der ursprünglich mit dem Kauf von Torqeedo angestrebte Technologietransfer ist erfolgt. Mit Blick auf Marktkenntnisse und Skalierungsmöglichkeiten gibt es für den weiteren Weg nun besser geeignete Partner für Torqeedo als Deutz. Wir sind froh, mit Yamaha einen solchen strategischen Partner gefunden zu haben,“ erklärt Deutz-CEO Dr. Sebastian C. Schulte. „Für Torqeedo ist die daraus resultierende Veränderung eine großartige Chance. Für Deutz ist es ein wichtiger Schritt, um unseren grünen Bereich neu aufzustellen. Dazu müssen wir unsere Entwicklung systematisch am Markt und an den Bedürfnissen der Kunden ausrichten. Nur so können wir letztendlich mit unseren grünen Produkten auch Geld verdienen und ein rentables grünes Ökosystem aufbauen. Dieses wird alle relevanten Produkte und Technologien beheimaten, um die Welt auch in Zukunft in Bewegung zu halten.“

Schifffahrt
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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