DNV und Partner starten zweite Phase des CO₂-Transportprojekts CETO
Die Klassifikationsgesellschaft DNV und die Energieunternehmen Equinor und TotalEnergies haben mit der zweiten Phase des gemeinsamen Industrieprojekts CETO (CO₂ Efficiently Transported via Ocean) begonnen. Ziel des Projekts ist es, die Risiken entlang der Transportkette für CO₂ bei niedrigem Druck weiter zu reduzieren, mit besonderem Fokus auf die CO₂-Zusammensetzung. In der zweiten Phase sollen experimentelle Daten gewonnen werden, um die Entwicklung von CO₂-Produktspezifikationen für schiffsbasierte Carbon-Capture-and-Storage-(CCS)-Transportketten bei niedrigem Druck zu unterstützen. Das Projekt wird finanziell vom norwegischen Staatsunternehmen Gassnova im Rahmen des CLIMIT-Programms gefördert.
Damit CCS sein volles Potenzial als Emissionsminderungsmaßnahme entfalten kann, ist die Fähigkeit, CO₂ in großem Maßstab zu transportieren, entscheidend, so DNV. Während Pipelines CO₂ über kürzere Strecken effektiv befördern können, ist der Einsatz von Schiffen notwendig, wenn Quellen und Speicherorte nicht einfach verbunden werden können. Eine Niederdruck-Transportkette wird dabei als mögliche Lösung für den großvolumigen CO₂-Schiffstransport betrachtet.
Erik Mathias Sørhaug, Business Development Director CO₂ Shipping bei DNV, erklärt, dass ein besseres Verständnis der Risiken unterschiedlicher CO₂-Zusammensetzungen entscheidend sei, um Niederdruck-CCS-Transportketten weiterzuentwickeln. Die bisher verfügbaren Daten zu diesem Thema seien begrenzt, daher werde CETO II Wissenslücken in der Branche schließen. Die Möglichkeit, große CO₂-Mengen kosteneffizient zu transportieren, sei entscheidend für die Skalierung von CCS. Die Ergebnisse des Projekts sollen helfen, die Spezifikationen zu identifizieren, die einen zuverlässigen und robusten Niederdruck-CO₂-Transport ermöglichen.