Forschungsschiff untersucht Fischbestände

 Die Besatzung des deutschen Forschungsschiffes "Walther Herwig III" untersucht in den kommenden Wochen die aktuelle Entwicklung der Fischbestände im Nordatlantik. Nach Angaben der Bundesforschungsanstalt für Fischerei (BFI) vom Dienstag sind die Gewässer bei Grönland für die deutsche Fischwirtschaft seit Jahrzehnten ein extrem wichtiges Fanggebiet. Das Schiff soll am Mittwoch seinen Heimathafen in Bremerhaven verlassen und am 23. November zurückkehren.

Wie die BFI weiter mitteilte, sind derartige Forschungsfahrten eine extrem wichtige, neutrale Quelle, um die Entwicklung der Fischbestände zu beurteilen. So habe zum Beispiel das Aufkommen von Kabeljau bei Grönland seit 1991 zunächst auf niedrigem Niveau stagniert. Erst seit einigen Jahren gebe es schwache Anzeichen für eine Erholung der Bestände. Die Forscher an Bord der "Walther Herwig III" analysieren bei ihrer Fahrt auch das Klima im Nordatlantik. Diese Untersuchungen sollen Zusammenhänge zwischen der Entwicklung der Fischbestände und den Umweltbedingungen aufzeigen. Das 1993 in Dienst gestellte Forschungsschiff ist 64,5 Meter lang. Nach Angaben der BFI besteht die Besatzung aus 21 Seeleuten und bis zu 12 Wissenschaftlern.

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