Gasbildung auf Frachter reduziert

Spanische Experten haben die spektakuläre Gasbildung auf einem niederländischen Frachter vor der Küste Nordwestspaniens verringern können. Aus dem mit 6000 Tonnen Kunstdünger beladenen niederländischen Schiff «Ostedijk» war eine riesige Rauchwolke aufgestiegen, die kilometerweit sichtbar war. Der Rauch hatte sich dadurch gebildet, dass der Dünger in einem der Laderäume sich zu zersetzen begonnen hatte.

Der spanische Seenotrettungsdienst begann am Donnerstag damit, Wasser in den betroffenen Laderaum zu pumpen, um die auf bis zu 350 Grad aufgeheizte Ladung zu kühlen. Die Qualmentwicklung sei dadurch um ein Viertel reduziert worden, teilten die spanischen Behörden mit. Sie hatten zuvor das Schiff, das sich auf der Route von Porsgrunn (Norwegen) nach Valencia (Ostspanien) befunden hatte, in eine ruhige Bucht an der Küste der Region Galicien schleppen lassen.

Spaniens Verkehrsministerin Magdalena Alvarez betonte, für die Bevölkerung an der galicischen Küste bestehe keine Gefahr. Man habe für den Frachter eigens eine Position gesucht, von der der Qualm auf das Meer und nicht auf das Festland getrieben werde. Die austretenden Gase sind nach Angaben von Experten für Menschen nicht giftig, können aber Irritationen auslösen.

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