HanseYachts ab März an der Börse

Der Greifswalder Bootshersteller HanseYachts AG geht als erster deutscher Yachthersteller an die Börse. Die Erstnotiz soll in der ersten Märzhälfte erfolgen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Greifswald mit. Die Billigung des Wertpapierprospekts werde für den 23. Februar erwartet. Die HanseYachts AG beschäftigt rund 400 Mitarbeiter in Greifswald und 200 an anderen Standorten. HanseYachts wäre dann nach Nordex das zweite Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern, das an der Börse ist.

Mit den Erlösen aus dem Börsengang solle die weitere Entwicklung des Unternehmens vorangetrieben werden, sagte der Vorstandsvorsitzende und Firmengründer Michael Schmidt. Ziel sei es, weiter zu wachsen und die erreichte Position auszubauen. «Wir sind als Handwerksbetrieb im Jahr 1990 gestartet und gehören heute zu den weltweit fünf größten Herstellern hochseetüchtiger Serien- Segelyachten», sagte Schmidt. Der Markt habe die Strategie sportlich- komfortabler Segelyachten von Anfang an angenommen. Das bewiesen Auszeichnungen und wirtschaftlicher Erfolg.

Im Geschäftsjahr 2005/2006 (31. Juli) hat die HanseYachts AG nach eigenen Angaben ihren Umsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr davor um rund 57 Prozent auf 66,3 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern nahm um 144 Prozent auf 6,1 Millionen Euro zu. 585 Segelyachten seien produziert worden. Die HanseYachts-Gruppe baut derzeit Segelyachten von 9,45 bis 19,20 Metern Größe. Mit dem Erwerb einer 51 Prozent-Beteiligung an dem norwegischen Unternehmen Fjord Boats AS stellt die HanseYachts-Gruppe seit März 2006 auch Motorboote her. «Wir beabsichtigen, Fjord zu einem zweiten Standbein der Gruppe auszubauen», sagte Schmidt.

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