Hapag-Lloyd übernimmt israelische Containerreederei ZIM

Durch die Übernahme von ZIM durch Hapag-Lloyd würde eine Containerreederei mit mehr als 400 Schiffen und über 3 Mio. TEU-Kapazität entstehen (Foto: Hapag-Lloyd)

Hapag-Lloyd hat eine Vereinbarung zum Erwerb von ZIM Integrated Shipping Services, einem israelischen Container-Linienschifffahrtsunternehmen, unterzeichnet. Die Transaktion sieht vor, dass die Hamburger Reederei sämtliche ZIM-Aktien für 35 US-Dollar je Anteilsschein übernimmt, was einem Gesamtvolumen von über 4 Mrd. US-Dollar entspricht.

Durch die Kombination würde eine der weltweit größten Containerreedereien mit mehr als 400 Schiffen und über 3 Mio. TEU-Kapazität entstehen, so Hapag-Lloyd. Das gemeinsame Unternehmen könnte jährlich mehr als 18 Mio. TEU transportieren. Kunden sollen insbesondere von einem deutlich dichteren Netzwerk auf den Haupthandelsrouten Transpazifik, Intra-Asien, Atlantik, Lateinamerika und östliches Mittelmeer profitieren. Die Transaktion wird voraussichtlich jährliche Synergien in Höhe von mehreren hundert Millionen US-Dollar generieren, heißt es.

Parallel übernimmt die FIMI Opportunity Funds, Israels führende Private-Equity-Gesellschaft, als Eigentümer ein ausgegliedertes Containerliniengeschäft mit zunächst 16 Schiffen. Dieses Geschäft soll strategisch wichtige Handelsrouten bedienen und nahtlos mit dem globalen Netzwerk von Hapag-Lloyd verbunden werden. Zudem wird der besondere Staatsanteil Israels an ZIM auf die neue Containerreederei übertragen, die weiterhin unter der Marke ZIM operieren soll.
Bis zum Abschluss der Transaktion bleiben Hapag-Lloyd und ZIM Wettbewerber und führen ihren bisherigen Geschäftsbetrieb unabhängig fort. Die erforderlichen Zustimmungen der ZIM-Aktionäre und der zuständigen Regulierungsbehörden werden bis Ende dieses Jahres erwartet.

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