IMO-Mandat für EU-Kommission gefordert

"Die EU hat, wenn sie geschlossen in der internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO auftritt, durchaus Gewicht, um weitere notwendige Veränderungen in Sachen Schiffssicherheit voranzutreiben. Deswegen braucht die EU-Kommission dort auch ein Mandat, um für die EU verbindlich zu verhandeln", forderte Willi Piecyk, Abgeordneter (SPD) für das Land-Schleswig-Holstein im Europäischen Parlament, am 25.3. in Kiel. Er versprach, sich mit Nachdruck dafür einsetzen. Piecyk war Festredner des traditionellen Reis- und Curry-Essens der Lotsenbrüderschaft NOK II/Kiel/Lübeck/ Flensburg. Zu den notwendigen Veränderungen gehören nach seiner Einschätzung u.a. eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten im internationalen Seetransport. Kommission und Mitgliedstaaten seien wiederholt aufgefordert worden, in der IMO mit Nachdruck für eine gründliche Revision der internationalen Haftungsregelung in der Seeschifffahrt einzutreten. Ölgesellschaften, Klassifikationsgesellschaften und vor allem aber auch die Reeder und alle anderen am Transport von Öl oder gefährlichen Stoffen Beteiligten müssten in Zukunft gleichermassen voll in die Verantwortung genommen werden. Die derzeitige Situation bezeichnete der Europaparlamentarier als "organisierte Verantwortungslosigkeit".

Schifffahrt
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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