Jahresbilanz 2010

Die gestiegene Ladungsmenge im Jahr 2010 geht allerdings mit einem moderaten Anstieg der Schiffszahlen einher. Die steigenden Ladungsmengen verteilen sich auf weniger, aber größer werdende Schiffe.

Die Anzahl der über 200 m langen Schiffe hat sich seit 1999 vervierfacht. Entsprechend der zunehmenden Größen der Schiffe wächst auch das sog. Mittelschiff, das sich aus der durchschnittlichen Größe aller Schiffe im NOK ergibt.
In den Verkehrsgruppen 4 (bis 160 m Länge, bis 23,5 m Breite) und 5 (bis 210 m Länge, 27 m Breite) nahm die Anzahl der Schiffe im Jahresverlauf am stärksten zu (16 % und 19,8 %), während die kleineren Verkehrsgruppen 1 (bis 55 m Länge, 9,5 m Breite) und 2 (bis 85 m Länge, 13 m Breite) rückläufig waren (-8 % und -3 %) – ein sich fortsetzender Trend, in dem sich das Schiffsgrößenwachstum widerspiegelt. In der Verkehrsgruppe 3 (bis 140 m Länge, 19 m Breite) ist ein Anstieg um 4 % zu verzeichnen, die Verkehrsgruppe 6 (bis 235 m Länge, 32,5 m Breite) war mit 11 % rückläufig.

Auch im Containerverkehr geht die Tendenz hin zu immer größer werdenden Feederschiffen.

Für den Gesamtverkehr (er setzt sich zusammen aus Teilstreckenverkehr und Durchgangsverkehr) bedeutet das im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 16 % im Bereich der Ladung (auf knapp 84 Mio. t), 13 % bei der Bruttoregisterzahl auf 133 Mio. und 5 % bei der Schiffsanzahl (31.835).

Die Teilstreckenverkehre zu den Kanalhäfen, wie z.B. zum Kreishafen Rendsburg, zum Nordhafen Kiel oder zum Ölhafen Brunsbüttel sind im vergangenen Jahr zurückgegangen. 

Der Trend hin zu mehr Ladung auf dem Nord-Ostsee-Kanal (NOK) hält an.

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