"Ju 88" im Fischernetz

Griechische Fischer haben mit ihren Netzen in der Nordägäis Teile eine der legendären deutschen Kampfbombermaschinen von Typ Junkers 88 gehoben. Die Maschine war 1941 rund elf Seemeilen vor der Küste bei Larissa abgeschossen worden. Das berichtete am Montag die Athener Zeitung «Ethnos». Die Fischer hatten zunächst den Eindruck, ein Riesenfisch sei ihnen ins Netz gelaufen. «Wir haben mit offenem Mund gestaunt, als wir die Tragfläche mit dem Wappen der deutschen Luftwaffe sahen », sagte der Kapitän des Fischerbootes, Dimitris Daoultzis, der Zeitung. Ein Sprecher der griechischen Luftwaffe erklärte, der Fund habe historische Bedeutung, weil es nur wenige Exemplare dieser Maschine in Museen gibt. Die aus dem Meer gehobenen Teile der rechten Tragfläche seien bereits ins griechische Luftwaffenmuseum in Dhekeleia nördlich von Athen gebracht worden. Griechische Taucher wollen im Sommer den Rest der Maschine heben, die in rund 120 Metern Tiefe liege, hieß es. Es wird vermutet, dass die Junkers 88 im April 1941 auf dem Rückweg zu ihrem Stützpunkt in Südbulgarien war, als sie abgeschossen wurde. Zuvor soll die Maschine an der Bombardierung des griechischen Hafens Volos beteiligt gewesen sein.

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