Das Containerschiff „Yara Birkeland“ wird voraussichtlich 2022 den kommerziellen Betrieb aufnehmen (Foto: Kongsberg Maritime)

Jungfernfahrt für „Yara Birkeland“

Die „Yara Birkeland“ hat kürzlich ihre Jungfernfahrt auf dem Oslofjord absolviert. Bei dem auf der norwegischen Vard-Werft gebauten elektrisch betriebenen Schiff handelt es sich um das erste Containerschiff, das für die autonome Fahrt konzipiert wurde. Der Neubau soll voraussichtlich 2022 den kommerziellen Betrieb aufnehmen und Mineraldünger für den norwegischen Düngemittelhersteller Yara zwischen Porsgrunn und Brevik transportieren.

Das Projekt basiert auf einem Joint Venture zwischen der Kongsberg-Gruppe, die die autonome Technologie für das Schiff entwickelt hat, und dem Schifffahrtsunternehmen Maasterly, das das Schiff von einem Kontrollzentrum in Horten aus betreiben und überwachen wird. Maasterly ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Kongsberg und Wilhelmsen.

Nach Angaben von Yara wird das 80 m lange und 15 m breite 3200 tdw-Schiff mit einer Containerstellplatzkapazität von 120 TEU rund 40 000 Lkw-Fahrten pro Jahr ersetzen und soll damit eintausend Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Parallel zur Infahrtsetzung der „Yara Birkeland“ hat Yara die Entwicklung von grünem Ammoniak als emissionsfreiem Kraftstoff für die Schifffahrt durch das neu gegründete Unternehmen Yara Clean Ammonia eingeleitet. Nach Einschätzung von Magnus Krogh Ankarstrand, CEO of Yara Clean Ammonia, hat Ammoniak das Potenzial, der weltweit führende Treibstoff in der Langstreckenschifffahrt zu werden.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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