Kooperation soll Ammoniak als Schiffskraftstoff fördern

OCI NV, MAN Energy Solutions und Hartmann Gas Carriers haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Nutzung von Ammoniak als Schiffskraftstoff voranzutreiben.

Das Konzept sieht vor, dass OCI, ein niederländischer Hersteller und Händler von Düngemitteln und Industriechemikalien auf Erdgasbasis, Schiffe mit Ammoniakantrieb beim Leerer Unternehmen Hartmann und seiner Hamburger Tochterfirma GasChem Services chartert. Die entsprechenden Motoren werden von MAN Energy Solutions entwickelt.

Ammoniak und Methanol, die Kernprodukte von OCI, sind nach Ansicht der Partner die einzigen praktikablen alternativen Brennstoffe für den Langstreckenseeverkehr. Bei vorhandener globaler Infrastruktur können sie die Zeit überbrücken, bis die Industrie vollständig auf Produkte umgestiegen ist, die ausschließlich auf erneuerbaren Energiequellen basieren.

"Methanol und Ammoniak sind interessante Kandidaten als kohlenstofffreie Kraftstoffe. Wir haben bereits einen mit Methanol betriebenen Zweitaktmotor eingeführt, während wir den ersten mit Ammoniak betriebenen Motor im Jahr 2024 ausliefern werden", sagt Brian Østergaard Sørensen, Vizepräsident und Leiter der F&E-Abteilung des Zweitaktgeschäfts von MAN.

Zusätzlich zu den neu gebauten Schiffen werden auch bestehende Motoren von konventionellem Kraftstoff auf Methanol und Ammoniak umgerüstet werden müssen, um die IMO-Ziele zu erreichen, sind sich die Unternehmen sicher. Die Zusammenarbeit werde sich deshalb sowohl auf Nachrüstungen als auch den Neubau von Schiffen erstrecken, damit so viele Schiffe wie möglich die Anforderungen rechtzeitig erfüllen können.

Schifffahrt
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
Artikel Redaktion Schiff&Hafen