Marineverband vor Libanon wird reduziert

Die Bundeswehr wird sich ein weiteres Jahr an der internationalen Seeüberwachung vor der libanesischen Küste beteiligen. Der Bundestag hat der Verlängerung dieses ersten bewaffneten Nahost-Einsatzes deutscher Streitkräfte bis zum 15. September 2008 mit großer Mehrheit zugestimmt. Allerdings wird die Anzahl der im Einsatz befindlichen Schiffe reduziert. So soll künftig nur noch eine Fregatte statt bisher zwei vor der libanesischen Küste kreuzen. Dazu kommen zwei Schnellboote und ein Versorgungsschiff. Begründet wird die Reduzierung damit, dass die libanesische Marine inzwischen besser in der Lage sei, die Seegrenze des Landes selbst zu überwachen Der Einsatz der Bundeswehr vor der Küste Libanons sei erfolgreich. 9200 Schiffe seien überprüft worden. Die Zusammenarbeit mit der libanesischen Seite sei hervorragend. Man könne von einer Stabilisierung der Region und einer Unterstützung der Souveränität des Libanon sprechen. Der Marineverband soll den Waffenschmuggel an die radikalislamische Hisbollah im Libanon verhindern. Die Höhe der vor einem Jahr beschlossenen Obergrenze der Soldaten wird von 2400 auf 1400 reduziert.

Teilen
Drucken
Nach oben