Maritimer Standort Nordwest – gemeinsames Positionspapier der Wirtschaft im Nordwesten

In einem Fünf-Punkte-Positionspapier hat ein Zusammenschluss wichtiger maritimer Wirtschaftsorganisationen von der Ems über Jade und Weser bis zur Elbe Notwendigkeiten zur Förderung der maritimen Wirtschaft im Nordwesten zusammengefasst.

Herausgeber des Positionspapiers sind: Allgemeiner Wirtschaftsverband Wilhelmshaven-Friesland e. V., bremenports GmbH & Co. KG, Handelskammer Bremen, Industrie- und Handelskammer Bremerhaven, Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg, Industrie- und Handelskammer Stade für den Elbe-Weser-Raum, Oldenburgische Industrie- und Handelskammer, Seaports of Niedersachsen GmbH, Unternehmensverband Bremische Häfen e. V. und die Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung e. V. Anlass ist die 7. Nationale Maritime Konferenz am 27. und 28. Mai auf dem JadeWeserPort-Gelände in Wilhelmshaven mit rund 1000 Teilnehmern, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Der Zusammenschluss sieht die Küstenregion und ihre Seehäfen als „unverzichtbare Drehscheibe für den Handel Deutschlands mit der Welt“ – und leitet daraus konkrete Forderungen an die Politik des Bundes, Niedersachsens und Bremens sowie die EU ab. Es bestehe Handlungsbedarf, heißt es, denn die maritime Wirtschaft wolle ihre Chance, zu wachsen und Arbeitsplätze zu schaffen, voll ausschöpfen. Gleichzeitig erfordere die Dynamik der Entwicklung, z. B. im Offshore-Bereich, entsprechend schnelle Entscheidungen. Angesichts einer prognostizierten Steigerung des Seehafenhinterlandverkehrs um 168 % bis zum Jahr 2025 fordert die maritime Wirtschaft im Nordwesten Priorität für den Ausbau der seeseitigen Zufahrten und Hinterlandanbindungen der Seehäfen. Das gilt sowohl für die Straße als auch für die Schiene und das Binnenwasserstraßennetz. Die Wirtschaftsorganisationen äußern sich auch zur geplanten Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Mit dem Ausbau von Offshore-Windkraftparks einschließlich der Wartungslogistik und Dienstleistungsindustrie sieht die maritime Wirtschaft Niedersachsens und Bremens weitere Entwicklungsmöglichkeiten.

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