Neues Papierumschlagsystem im Lübecker Hafen

Im Lübecker Hafen wird am Sonntag ein neues Umschlagsystem für Forstprodukte in Betrieb genommen. Bis zu sieben Tonnen schwere Papierrollen aus Skandinavien werden hier künftig in Spezialcontainern verschifft. Die gemeinsam mit dem finnisch- schwedischen Papierkonzern Stora Enso entwickelten, fast 14 Meter langen und mehr als drei Meter hohen Behälter sollen die Logistik des weltweit operierenden Konzerns verbessern, sagte ein Sprecher der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) am Donnerstag. Mit der Einbindung in das neue Umschlagsystem werde Lübeck als Standort von Stora Enso für die Lieferung von Forstprodukten nach Westeuropa gestärkt.

Über die Ostsee kommen die neuen Container mit drei neuen, eigens dafür gebauten Schiffen der TransLumi Line, einer Tochtergesellschaft der Reederei TransAtlantic. Die «TransPulp», die «TransTimber»und die «TransPaper» werden auf der Route Kemi/Oulu-Göteborg-Lübeck fahren. Als erstes Schiff wird die «TransPaper» am 10. Januar am Lübecker Nordlandkai erwartet.

«Wir hoffen, dass durch Lübecks Einbindung in Stora Ensos "North European Transport Supply System" die Umschlagmengen hier weiter steigen werden. Schließlich haben wir uns gegen Zeebrügge und Antwerpen, unsere größten Konkurrenten im Papierumschlag für den westeuropäischen Markt durchgesetzt», sagte LHG-Sprecher Rolf Klein.

Der finnisch-schwedische Papierkonzern hat 2006 rund 850 000 Tonnen Papier in Lübeck umgeschlagen. Insgesamt betrug der Papierumschlag an den LHG-Terminals etwa 3 Millionen Tonnen. Insgesamt gingen in den Häfen in Lübeck und Travemünde rund 25 Millionen Tonnen über die Kaikante.

Die Supercontainer, die nach Angaben der LHG deutlich größer als normale Überseecontainer sind und bis zu 85 Tonnen Papier fassen, werden in Lübeck geladen und als Leergut nach Göteborg in Schweden zurückgeschickt, wo sie wieder beladen werden. Dafür hat die LHG mehr als fünf Millionen Euro für eine Entladestation sowie neue Transportfahrzeuge investiert.

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