Rebellen greifen Öl-Förderschiff an

Nigerianische Rebellen haben ein italienisches Öl-Förderschiff vor der Küste des westafrikanischen Landes angegriffen und zahlreiche Geiseln genommen. Wie das staatliche italienische Fernsehen am Mittwoch berichtete, ließen die Rebellen kurz nach dem Überfall mehrere Entführte frei, behielten aber sieben Ausländer in ihrer Gewalt. Darunter sei ein italienischer Techniker. Das Außenministerium in Rom bildete einen Krisenstab. Ziel sei es, möglichst rasch «eine positive Lösung» zu erzielen, hieß es.

Die nigerianische Polizei bestätigte den Überfall, konnte aber zunächst keine genaue Zahl der Entführten nennen. In den vergangenen Monaten gab es mehrfach ähnliche Angriffe, bei denen Rebellen teilweise Dutzende Menschen über Wochen in ihrer Gewalt hielten und nach «Einigungen» mit Ölförder-Unternehmen freiließen.

 Das überfallene Förderschiff mit über 80 Mann Besatzung gehöre dem italienischen Unternehmen Saipem, hieß es in Rom.  Es habe vor Port Harcourt gelegen. Die vermutlich etwa zehn Guerillakämpfer hätten sich mit mehreren kleinen Booten genähert und das Schiff in ihre Gewalt gebracht.

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