Schleusen-Reparatur auf Hochtouren

Nach der Kollision eines Tankers mit einem Schleusentor am Nord-Ostsee-Kanal in Kiel sind die Reparaturarbeiten am Mittwoch auf Hochtouren gelaufen. Das Einsetzen eines Ersatztores sollte bis zum Abend vollendet werden, «wenn es nicht gravierende Probleme gibt. Aber danach sieht es nicht aus», sagte der Außenbezirksleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes, Hans-Heinrich Koch. Am späten Abend sollte dann die Schleuse wieder zur Verfügung stehen. Obwohl bis dahin nur noch eine Schleuse für große Schiffe bereit stand, war der Verkehr auf dem Kanal nicht beeinträchtigt.

In präziser Zentimeter-Arbeit wurde das neun Meter breite und 46 Meter lange Stahlteil im Wasser bewegt und in die Schleuse eingebaut. Die Tanks des neuen Tores wurden mit rund 500 000 Litern Süßwasser befüllt. Der genaue Unfallhergang blieb weiter unklar. Am Dienstag war der Tanker «Bow Sirius» gegen das 1000 Tonnen schwere Stahltor gefahren. Der Schaden wird auf bis zu zwei Millionen Euro geschätzt. In der Vorwoche hatte es in der Schleuse einen ähnlichen Unfall mit hohem Schaden und großen Behinderungen des Verkehrs gegeben.

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