Seefahrtsabsolventen der Hochschule Emden/Leer ausgezeichnet

Im Schiffssimulator des MARIKO (v.l.): Prof. Dr. Mathias Münchau (FB Seefahrt), Kapitän Bernhard Wichers (Hartmann Offshore), Kapitän Klaus Bergmann (FB Seefahrt), die Preisträger Stephans Hauhs und Till Möbius, Torsten Dinkela von der Commerzbank Leer und Prof. Dr. Klaus Heilmann (FB Seefahrt)

Till Möbius aus Essen hat einen virtuellen Schlepper konstruiert, an dem nautische Offiziere im Schiffsführungssimulator des MARIKO für ihren Einsatz an Bord trainieren können. Bei dem Schiff handelt es sich um einen so genannten Ankerziehschlepper, der speziell für die Belieferung und das Lösen des Ankers von Bohrinseln zum Einsatz kommt. Vieles laufe auf der Brücke zwar automatisch ab, „man sollte aber auch das manuelle Bedienen beherrschen“, so Möbius‘ Intention. Betreut wurde seine Arbeit von Prof. Rudolf Kreutzer vom Fachbereich Seefahrt und von Kapitän Bernhard Wichers von der Hartmann Offshore GmbH, Möbius‘ derzeitigem Arbeitgeber.
Der gebürtige Bayreuther Stephan Hauhs hat in seiner Arbeit die Bedeutung bestimmter Meerengen von der Nordwestpassage bis zum Bosporus unter nautischen, wirtschaftlichen und juristischen Gesichtspunkten aufgezeigt. Interessant sei dabei beispielsweise, dass für bestimmte Bereiche das Recht auf freie Durchfahrt herrsche. „Das gilt dann für jeden, auch für Kriegsschiffe. Eine juristische Besonderheit“, so Hauhs. Anhand seiner Ergebnisse hat der 27-Jährige, der in Leer wohnt, zudem eine Fahrt durch die untersuchten Passagen simuliert. Seine Arbeit betreuten Prof. Dr. Mathias Münchau und Kapitän Klaus Bergmann vom Fachbereich Seefahrt.

Zwei Absolventen des Fachbereichs Seefahrt an der Hochschule Emden/Leer sind mit einem von der Commerzbank Leer gestifteten Preis für ihre exzellenten Abschlussarbeiten prämiert worden. Till Möbius und Stephan Haus nahmen die symbolischen Schecks in Höhe von jeweils 1500 Euro im Maritimen Kompetenzzentrum (MARIKO) in Leer entgegen.

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