Seenotrettungsboot in Dienst gestellt

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat ein neues Seenotrettungsboot auf Hiddensee in Dienst gestellt. Das zehn Meter lange und 18 Knoten schnelle Schiff wurde am Wochenende in Vitte auf den Namen «Nausikaa» getauft. Es löst nach dreizehn Jahren die «Dornbusch» ab, die fortan im benachbarten Breeger Bodden zum Einsatz kommt. Der Name des neuen Bootes geht auf eine Figur der griechischen Mythologie zurück. Nach Homers «Odyssee» findet die Königstochter Nausikaa am Strand einen Schiffbrüchigen, der sich als Odysseus zu erkennen gibt.

Das neue Schiff eigne sich dank geringen Tiefgangs für Einsätze im Küstenbereich, könne aber auch bei extrem schweren Wetterlagen und Seegang sicher manövrieren, teilte die DGzRS mit. Den Angaben zufolge hielt das Seenotrettungswerk seit 1866 auf der Insel ein Rettungsboot bereit - damals allerdings ein Ruderboot. Nach der Wiedervereinigung kehrte die DGzRS nach Hiddensee zurück und errichtete dort 1992 ein neues Stationsgebäude.

Die DGzRS ist zuständig für den Such- und Rettungsdienst bei Seenot. Sie hat eine Rettungsflotte von 61 Seenotkreuzern und Seenotrettungsbooten an 54 Stationen zwischen der Emsmündung im Westen und der Pommerschen Bucht im Osten. 185 fest angestellte und etwa 800 freiwillige Seenotretter sind rund um die Uhr zum Einsatz bereit. Im Vorjahr zählten die Seenotretter 1733 Einsatzfahrten und befreiten dabei 127 Menschen aus Seenot sowie weitere 647 Personen aus kritischen Situationen.

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