Seesperre in der Ostsee

Auf der Ostsee vor dem G8-Tagungsort Heiligendamm wird seit Montag ein Sperrnetz ausgelegt. Eine Firma verlegt das rund 3,5 Kilometer lange und 20 Meter breite schwimmende Netz einen halben Kilometer vor der Küste auf dem Wasser, wie die Polizei mitteilte. Es wird mit Bojen gekennzeichnet und soll verhindern, dass sich Schiffe dem Tagungsort der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen und Russlands unerlaubt nähern. Die Polizei machte ausdrücklich darauf aufmerksam, dass sich Badende bei Annäherung in Gefahr begeben. Es bestehe die Gefahr, sich zu verhaken und schwimmunfähig zu werden.

Nach dpa-Informationen werden sich in dem Seegebiet vor Heiligendamm mehr als 50 Schiffe und 500 Beamte der Wasserschutzpolizei um den seeseitigen Schutz des Hotels kümmern. Bereits beim Besuch von US-Präsident George W. Bush waren insgesamt 54 Schiffe, darunter Küstenstreifenboote, Schnellboote, Streifen- und Schlauchboote im Sperrgebiet unterwegs.

Bereits am vergangenen Montag war bei Heiligendamm ein erstes See-Sperrgebiet eingerichtet worden. Es umfasst den engsten Bereich rund um den Tagungsort und gilt bis zum 12. Juni. Fischerei und Angelsport sind in dem Sperrgebiet nicht gestattet. Wasserfahrzeuge dürfen dort ebenfalls nicht verkehren. Ausnahmeregelungen werde es nicht geben. Vom 3. bis 9. Juni wird dann ein Sperrgebiet mit einer Ost-West- Ausbreitung von knapp 21 Kilometer Länge eingerichtet, das bis zu 14 Kilometer ins Meer hineinreicht.

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