Zukunft der deutschen Schifffahrt

Vor rund 400 Teilnehmern wies Melsheimer auf dem vergangenen Hamburger Schifffahrtsdialog darauf hin, dass die angespannte Situation auf den Schifffahrtsmärkten in Verbindung mit den aktuellen Problemen in der Schiffsfinanzierung aus seiner Sicht dazu führen könne, dass vor allem kleinere und mittelständische Reedereien in existenzielle Probleme geraten könnten. In Anwesenheit des Maritimen Koordinators der Bundesregierung, Staatssekretär Hans-Joachim Otto, sowie dem Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch mahnte der Kammerpräses, dass für diejenigen Unternehmen und Schiffe, die positive Zukunftsaussichten hätten, gemeinsame Strategien gefunden werden müssen. Für die Container-Reedereien beispielsweise, so Melsheimer weiter, komme es jetzt vor allem darauf an, Zeit für die erforderliche Konsolidierung zu gewinnen. Auch die Küstenländer und der Bund sollten nach Aussage Melsheimers ihren Beitrag zur Erleichterung der Schiffsfinanzierung in der kommenden Zeit leisten. Ebenfalls herausgestellt wurden auf dem Schifffahrtsdialog die zentralen Herausforderungen für die Schifffahrt. So seien stark gestiegene Treibstoffkosten, lediglich geringfügige Erholungen auf den Chartermärkten und die weiterhin schwierige Situation im Schiffskreditgeschäft die zentralen Probleme der Branche.

Um die auch weiterhin prekäre wirtschaftliche Situation, in der sich die Schifffahrt in Deutschland befindet, zu überwinden, hat der Präses der Handelskammer Hamburg, Fritz Horst Melsheimer, die Akteure im maritimen Bündnis zu konzentrierten und gezielten Aktionen aufgerufen.

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