Zunahme von Piratenüberfällen und unter Anwendung von mehr Gewalt

Im Vergleich zu 2010 mit 196 Überfällen betrug die Anzahl in den ersten sechs Monaten dieses Jahres insgesamt 266.
Über 60 % erfolgten durch somalische Piraten und überwiegend im Arabischen Meer. Sie gingen laut IMB dabei höhere Gefahren ein. So haben Piraten im Juni erstmalig bei rauer See in der Monsoonzeit im Indischen Ozean auf Schiffe geschossen, was in der Vergangenheit aufgrund des schwierigen Bedingungen vermieden wurde. Es werden auch zunehmend automatiche Waffen und Granatwerfer eingesetzt.
 
Trotz ansteigender somalischer Angriffe sank die Zahl der gekaperten Schiffe auf 21 in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zu 27 im Vorjahreszeitraum. Das IMB führt dies auf die internationalen Maßnahmen u.a. durch Einsatz von Marineschiffen an der Ostküste Afrikas zurück.

Die Küsten von Nigeria werden vom IMB ebenso als gefährlich eingestuft. Die Organisation ist von wenigen Vorfällen informiert worden, hält aber die Dunkelziffer für höher.

50 Vorfälle in den ersten sechs Monaten des Jahres sind für Indonesien, Malaysia, die Straße von Singapur und das südchinesische Meer zu verzeichnen.

Dem Halbjahresbericht des Piracy Reporting Centres des International Maritime Bureaus (IMB) zufolge haben die Angriffe durch Piraten auf den Weltmeeren in den ersten sechs Monaten wieder zugenommen.

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