Management-Buy-Out am Palfinger-Standort Ølve

Das österreichische Kran- und Hebetechnikunternehmen Palfinger hat das operative Geschäft am norwegischen Produktionsstandort Ølve verkauft. Neuer Eigentümer sind seit 12. März die ehemaligen Palfinger-Manager von Ølve. Der Standort ist auf Rettungsausrüstung für den maritimen Bereich spezialisiert, 47 Mitarbeitende sind dort beschäftigt. Aufgrund der vermutlich bis 2023 andauernden Auftragsausfälle für die globale Kreuzschifffahrt durch die Corona-Pandemie befindet sich das Unternehmen dort eigenen Angaben zufolge in einer schwierigen Lage.

Ølve soll sich zukünftig verstärkt auf Nischenmärkte fokussieren, in denen der bisher für den Bau der Rettungsboote eingesetzte glasfaserverstärkte Kunststoff (GFK) auch eingesetzt werden kann. Dazu zählt etwa das Aquafarming. Das Management-Buy-Out durch die in dieser Branche gut vernetzten neuen Eigentümer sei die attraktivste Lösung für alle Seiten gewesen, um den Fortbestand des Standorts zu sichern, heißt es in der Palfinger-Mitteilung zum Standortverkauf. Palfinger will weiterhin mit den neuen Eigentümern des Standorts kooperieren: Das Unternehmen vermietet der neuen Gesellschaft die Infrastruktur von Ølve und nutzt Know-how und Kapazitäten vor Ort für Service, Lagerung sowie bei Bedarf auch für die Fertigung von Palfinger-Produkten.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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