Volkswagen verkauft Mehrheit an Everllence

Everllence-Zentrale in Augsburg: Die geplante Leveraged-Buy-out-Transaktion von Everllence soll Volkswagen einen Erlös von rund 7,4 Mrd. Euro einbringen (Foto: Everllence)
Die Volkswagen Group hat mit Bain Capital eine Vereinbarung über den Verkauf der Mehrheit an Everllence abgeschlossen. Demnach sollen 51 Prozent der Anteile an den Finanzinvestor übergehen, während Volkswagen mittelfristig mit 49 Prozent wichtiger Anteilseigner des Unternehmens bleiben will.
Mit der Transaktion will der Konzern die Position des weltweit tätigen Herstellers von Großmotoren, Turbomaschinen und Dekarbonisierungslösungen im Zuge der laufenden Transformation stärken. Die geplante Leveraged-Buy-out-Transaktion soll Volkswagen einen Erlös von rund 7,4 Mrd. Euro einbringen. Der Buchwert der Everllence SE in der Bilanz der Volkswagen AG lag zum 31. Mai bei rund 3,4 Mrd. Euro, heißt es. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der gesetzlich vorgeschriebenen Informations- und Konsultationsverfahren der Arbeitnehmervertretungen in Frankreich sowie weiterer behördlicher Genehmigungen.
Everllence soll durch die neue Eigentümerstruktur seinen Wachstumskurs in den Märkten Schifffahrt, Energiewirtschaft und Rechenzentren fortsetzen. „Mit dieser Transaktion wollen wir die Grundlage schaffen, unseren erfolgreichen Wachstumskurs nachhaltig fortzusetzen und weiter zu beschleunigen“, so Everllence-CEO Uwe Lauber. Die finanzielle Stärke, strategische Expertise und das globale Netzwerk von Bain Capital sollen dazu beitragen, Innovationen voranzutreiben, Technologien zu skalieren und neue Märkte zu erschließen.
Oliver Blume, CEO der Volkswagen Group, bezeichnet Everllence als „Erfolgsgeschichte“. Seit der Übernahme im Jahr 2018 habe der Konzern das Unternehmen neu ausgerichtet und gestärkt. Nun sei der richtige Zeitpunkt gekommen, mit Bain Capital einen neuen Mehrheitseigner an Bord zu holen. Dies eröffne Everllence zusätzliche Wachstumschancen in attraktiven Märkten wie Rechenzentren, Energiewirtschaft und Schifffahrt, während sich Volkswagen stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren könne.
Arno Antlitz, CFO und COO der Volkswagen Group, sieht in der Transaktion einen wichtigen Schritt zur weiteren Transformation der Volkswagen Group. Die Beteiligung ermögliche es, die Konzernstrukturen zu verschlanken, die finanzielle Flexibilität zu erhöhen und gleichzeitig am künftigen Wertsteigerungs- und Wachstumspotenzial von Everllence beteiligt zu bleiben.